Gold arbeitet sich auf 1200$ vor

Goldpreis 2009Goldene Zeiten für den Goldpreis: knapp einen Monat nach der letzten Analyse zeigt sich recht deutlich, welchen Weg die Preisbildung des Edelmetalls eingeschlagen hat. So liegt der derzeit umsatzstärkste Dezember Future-Kontrakt bei mittlerweile 1170$ pro Feinunze, das entspricht einem Zuwachs von über 15% seit der letzten Betrachtung.

Am gestrigen Handelstag lag der Preis kurzzeitig etwas höher bei 1174$, nachdem der Dollar weiter an Wert gegenüber dem Euro verloren hat und der Iran Angriffsszenarien gegen die eigenen Atomanlagen geprobt hat. Das nächste Kursziel dürfte demnach bei der runden Marke von 1200$ liegen.

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Jahrestiefs in Sicht

Die letzten Tage waren entgegen der EM-Euphorie zumindest an der Börse nicht wirklich heiter. So testen heute gleich mehrere Indizes ihre Jahrestiefs, wie z.B. der Euro Stoxx 50 die 3360 Punkte, der Dow Jones entsprechend 11590 Punkte und auch der deutsche Leitindex ist nicht mehr allzu weit davon entfernt (ca. 5%). Es wird nun spannend, wie es weiter gehen wird. Nach wie vor passt aber auch alles gut zusammen, hoher Ölpreis, Konjunktursorgen in den USA, die Verwerfungen am Immobilienmarkt und, und, und. Sollten die Widerstände halten, kann man sich auf eine mittelfristige Markterholung freuen. Sollten die Widerstände jedoch nachhaltig durchbroche werden, wirds wohl nochmal richtig zur Sache gehen! Einige Crash-Propheten haben ja bereits den 5000er Bereich beim DAX® im Blick! Dennoch sind die Märkte technisch gesehen überverkauft und eine zumindest leichte Erholung ist wieder mal überfällig. Aber immerhin: beim Fussball läufts blendend ;-)

Übersicht der aktuellen Leitindizes


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Kommt beim Öl die Korrektur?

Der Ölpreis schien die vergangenen Wochen nur einen Trend zu kennen: den nach oben. So verteuerte sich das Fass Western Texas Intermediate Oil, das Äquivalent zum hier gehandelten Brent Crude um rund 20$ je Barrel auf knapp 120 USD (im Mai Future-Kontrakt diesen Jahres). Short-Spekulanten verbrannten sich die Finger und all diejenigen unter uns die wie ich auf das Auto angewiesen sind merkten es vor allem an der Tankstelle. Klar, Öl ist ein knapper Rohstoff und die Nachfrage aus den aufsteigenden Riesen wie China oder auch Indien explodiert förmlich. Auch bewegt sich Öl seit Jahren bereits in einer Hausse-Phase, welche abgesehen von wenigen Dämpfern einen ganz klaren Trend vorgibt. Ich habe gelernt dass jeder, der sich für den heiß spekulierten (und mitunter echt volatilen) Ölmarkt interessiert sehr klar festlegen muss ob er auf der kurz-, mittel- oder langfristigen Zeitebene agiert und sich anhand dieses Merkmals die News entsprechend heraus suchen sollte.

Kommt beim Öl die Korrektur? (434372 63611114 225x300)Ist der heftige Anstieg der letzten Monate wirklich fundamental gerechtfertigt? Fakt ist, dass der Anstieg ein Resultat des starken Euros ist. So hatte jeder Prozentpunkt, den die amerikanische gegenüber der europäischen Leitwährung verloren hat, das schwarze Gold um rund 3-4 Dollar je Fass verteuert. Rezessionsängste ermutigten die FED, die Zinsen im Dollarraum besonders rasch und großzügig zu senken. Große Fonds und Spekulanten, die aufgrund der Suche nach alternativen Anlageformen (da ja in den vergangenen Monaten massiv Kapital aus den Aktienmärkten abgezogen wurde) oder einfach aufgrund des charttechnisch stabilen Anstiegs mit auf den Zug aufgesprungen sind, verstärkten diesen Trend. Die Lagerbestände in den USA untermauern den Anstieg fundamental jedoch nicht – so sind per 30. April die Lagerbestände an Rohöl auf rund 320 Mio. Barrel angestiegen, und auch die Lager mit Destillaten sind voller. Lediglich beim Benzin wurde ein Rückgang registriert, hier dürften vor allem saisonale Abweichungen reinspielen. Erwähnenswert ist auch, dass nur ein geringer Prozentsatz der gehandelten Kontrakte tatsächlich mit physischen Lieferungen abgeschlossen werden, d.h. einfach dass viel Spekulation im Markt vorhanden ist.

Wird der Ölpreis nun fallen oder nicht? Es gibt sowohl im Long- als auch im Short-Lager viel Gebrüll und beide Seiten haben durchschlagende Argumente. Dass der Rohstoff an sich einer natürlichen Knappheit unterliegt ist außer Frage. Trotzdem ist der Anstieg nicht von gesunder Natur und eine Korrektur in den unteren 100$ Bereich meiner Meinung nach in den nächsten Wochen recht wahrscheinlich. Wenn sich der Euro dem anschließen sollte und im gleichen Zeitfenster ebenfalls an Wert verliert, werden wir an der Zapfsäule leider nicht allzu viel bemerken und weiter zu hohen Preisen Benzin kaufen müssen…

Kommt beim Öl die Korrektur? (unbenannt 2 300x208)

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