Lohnen sich jetzt Discounter?

Zertifikate sind manchmal in WKN-Nummern gepackte Papiere, die nur wenige Mathematiker überhaupt verstehen, dafür aber mit schönen bunten Hochglanzflyern beworben werden und bevorzugt von Beratern provisionsbasiert an Leute ohne Ahnung vertickt werden. Mit Zertifikaten kann man mittlerweile auf alles wetten, Zocker ruinieren sich mit Hebelzertifkaten und dann gibt es in den Medien auch noch die Rentnerin, deren Zertifikate sich über Nacht scheinbar in Wohlgefallen aufgelöst haben. Eine düstere Stunde für Zertifikate.

Jedoch gibt es durchaus risikoarme, “klassische” Zertifikate, welche in diesen Börsenphasen sicherlich keine allzu schlechte Alternative sind. Ich denke an das Discountzertifikat. Was bedeutet Discountzertifikat? Ein Discountzertifikat bildet eine Covered-Call Strategie ab, welche im Optionshandel ermöglicht wird. Man kauft einen Basiswert (Aktien) und verkauft gleichzeitig einen Call (man “schreibt” ihn). Durch den Verkauf der Option erzielt man sofort einen Gewinn, nimmt dafür aber in Kauf, dass man nur bis zu einer bestimmten Kursschwelle (abhängig vom Ausübungspreis der Option) an einer Kurssteigerung profitiert. Gleichzeitig verkaufen Sie Volatilität, und die ist ja gerade in turbulenten Marktphasen hoch! Am Ende der Laufzeit wird das Zertifikat fällig und es wird entweder der Gegenwert des aktuellen Aktienkurses ausbezahlt (wenn die Aktie unterhalb des Caps notiert) oder eben der festgelegte Cap, wenn die Aktie oberhalb desselbigen notiert.

Was heisst das im Klartext? Durch den Optionsverkauf erhalten Sie einen Basiswert günstiger als im Vergleich zum direkten Aktienerwerb, nehmen aber in Kauf, dass der maximale Gewinn gedeckelt ist. Die Lage dieses Caps kann je nach Risikoprofil und vor allem Erwartungshaltung ausgewählt werden.

Beispiel? Der DAX-Wert Siemens ist aktuell 49€ wert. Wenn Sie nun stagnierende Kurse bzw. eine längere Seitwärtsphase erwarten, wählen Sie einen Cap nah am Geld (bei ca. 35-40€). Ein solches Zertifikat kostet ca. 25€ bei einer Laufzeit bis 2010. Wenn die Siemens Aktie zur Laufzeit oberhalb des Cap notiert, erhalten Sie eine Rendite von ca. 40%, da sie das Zertifikat mit einem entsprechenden Abschlag, dem “Discount” gekauft haben. Fällt die Aktie und sie notiert zur Laufzeit unterhalb des Cap, erhalten Sie den Gegenwert der Aktie ausbezahlt (oder die Aktien werden geliefert). Wenn Sie von einer steigenden Siemens Aktie ausgehen, wählen Sie einen Cap oberhalb des Kurses, bei ca. 60-70€. Sie können den Basiswert dann günstiger erwerben, laufen aber Gefahr, dass die Aktie stark steigt und ihr Gewinn begrenzt wird. Daher sollten Sie Discounter entsprechend meiden, wenn sie von stark steigenden Kursen ausgehen.

Bei all der schönen Theorie muss jetzt noch beachtet werden, dass Zertifikate Schuldverschreibungen sind und bei einem Ausfall des Emittenten ein Totalverlust riskiert wird. Und dass dies nicht ganz unrealistisch ist, hat uns die Vergangenheit leider jüngst bewiesen. Ferner unterliegen Zertifikate, die jetzt gekauft werden, ab 2009 bereits der neuen Abgeltungssteuer.

Veranschaulichung Covered Call bei WikiPedia

Wertpapier Kurs Veränderung Börse
SIEMENS N75.83 €+2.20% (+1.63)
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Indexspielchen – warum denn das?

Verrückt, verrückter, VW-Aktie. Sie haben es bereits in den Medien gelesen und es macht wenig Sinn, hier nochmal die Sondersituation zu bewerten, die aktuell bei Deutschlands größtem Autobauer vorliegt. Immerhin war das Unternehmen kurzzeitig das teuerste Unternehmen der Welt. Fakt ist dass das “Debakel” (VW-Aktionäre können jetzt laut lachen) nicht nur die betroffenen Leerverkäufer betrifft sondern ganz nebenbei auch dem deutschen Börsenbarometer Dax® eine ordentliche Delle verpasst hat. Der wohl 3600 Punkte schwere Dax stand weit jenseits der 4000 Punkte, Manager von Index-Fonds und derivativen Abbildungen des Index (die z.B. einen Alpha Spread über Optionen fahren) kamen wohl in Bedrängnis und sahen sich gezwungen, ebenfalls VW-Aktien nach zu legen, egal wie unsinnig dies fundamental in den betroffenen Stunden auch war. Die Folge war ein Index, welcher fast 2-stellig im Plus stand, wobei alle anderen 29 Werte zeitweise sehr stark an Wert verloren haben. Spezielle Indizes wie der Dow Jones Stoxx 600 Automobile Parts lagen gar 60% im Plus, befeuert von nur einem einst konservativ genannten Papier. Eine Enttäuschung auch für Anleger, die Shortpositionen aufgebaut haben um ihr Depot gegen Verluste zu sichern. Dann kam die Meldung der Deutschen Börse, den Anteil der VW-Aktie ab Montag zu deckeln (auf einen max. Indexanteil von 10%, das Hoch von gestern dürfte bei 27% gelegen haben…)

Indexspielchen   warum denn das? (auto 300x214)

Doch das Problem ist damit nicht aus der Welt, und ein solcher Eingriff könnte den Indexstand unter Umständen langfristig verzerren. Sollte die Aktie wider Erwarten gegen Wochenende nochmal einen Anlauf in Richtung 1000 Euro unternehmen, würde der anschließende Kursrückgang in den nächsten Wochen (wenn er denn eintritt) deutlich weniger Auswirkungen auf den Dax® haben als der Anstieg. Ehemalige Volkswagen Aktionäre, die zwar an den Erfolg des Unternehmens glauben, aber die unrealistisch hohen Kursgewinne zum Verkauf genutzt haben, sollten einen Blick auf die Vorzüge werfen. Die stehen nämlich bei moderaten 40 Euro und konnte sich nicht vom Gesamtmarkt abkoppeln. Was denken Sie?

Wertpapier Kurs Veränderung Börse
VOLKSWAGEN VZ142.20 €+2.89% (+4.00)
VOLKSWAGEN127.90 €+2.03% (+2.55)
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Nennen wir das Kind beim Namen

Was sich zur Stunde an der Wall Street abspielt, kann man kurz und knapp als Crash bezeichnen. Der Dow Jones Industrial Index erlitt einen stärkeren Kursrückschlag als an 9/11, der breiter gefasste S&P 500 Index verzeichnete sein größtes Minus seit dem Jahr 1987. Der Technologieindex Nasdaq 100 schafft es auch auf ein stattliches zweistelliges Minus. Sämtliche charttechnische Hoffnungen auf eine Erholungsrallye dürften damit erst mal vom Tisch sein – stellen wir uns lieber auf Handelstage ein, bei denen es nochmal so richtig zur Sache gehen wird. Im Futurehandel bröckeln die Kurse munter weiter. Tun sich da gerade Höllenabgründe auf oder ist es nochmal ein großer Sell-Off vor der Trendwende (bzw. vor dem Einleiten einer längeren Seitwärtsphase?)

Nennen wir das Kind beim Namen (dji 300x213)Nennen wir das Kind beim Namen (sp500 300x213)

Nennen wir das Kind beim Namen (activity 300x150)

Über die gewohnt negativ gegenüber dem Finanzmarkt gehaltene Schreibe des Spiegels, die das größte Tagesminus des DOW innerhalb eines Tages ausruft, darf man dagegen (noch) müde lächeln. Punktemässig mag das ja stimmen, aber wir bewerten nach wie vor mit Prozenten

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Heftige Korrektur

Heftige Korrektur (434372 63611114 225x300)Wie bereits vermutet hat der Ölpreis seine jüngste Rallye beendet und notiert mittlerweise rund 25% tiefer. Als Hauptgrund für den raschen und durchaus spürbaren Preisverfall wird auf den ebenfalls nachgebenden Euro und die damit einhergehende Wiederaufwertung des Dollars verwiesen, der ja nach wie vor die Leitwährung für das flüssige Gut darstellt. Ferner ist die Hurrikan-Saison bisher glimpflich verlaufen und der drohende Tropensturm “Edouard” stellte wider Erwartung doch keine Gefahr für die Produktionsstätten im Golf von Mexiko dar. Doch wie geht es nun weiter? Von der technischen Seite betrachtet, befindet sich im Bereich von 110$ eine bedeutende Unterstützung. Sollte diese nicht halten, dürfte es nochmals einige Dollar nach unten gehen und vermutlich die psychologische Marke von 100$ durchbrechen. Es bleibt also spannend…

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Jahrestiefs in Sicht

Die letzten Tage waren entgegen der EM-Euphorie zumindest an der Börse nicht wirklich heiter. So testen heute gleich mehrere Indizes ihre Jahrestiefs, wie z.B. der Euro Stoxx 50 die 3360 Punkte, der Dow Jones entsprechend 11590 Punkte und auch der deutsche Leitindex ist nicht mehr allzu weit davon entfernt (ca. 5%). Es wird nun spannend, wie es weiter gehen wird. Nach wie vor passt aber auch alles gut zusammen, hoher Ölpreis, Konjunktursorgen in den USA, die Verwerfungen am Immobilienmarkt und, und, und. Sollten die Widerstände halten, kann man sich auf eine mittelfristige Markterholung freuen. Sollten die Widerstände jedoch nachhaltig durchbroche werden, wirds wohl nochmal richtig zur Sache gehen! Einige Crash-Propheten haben ja bereits den 5000er Bereich beim DAX® im Blick! Dennoch sind die Märkte technisch gesehen überverkauft und eine zumindest leichte Erholung ist wieder mal überfällig. Aber immerhin: beim Fussball läufts blendend ;-)

Übersicht der aktuellen Leitindizes

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Größter Trottel gesucht

Die Euro am Sonntag hat einen Artikel online gestellt, der den aktuellen Wahnsinn beim Ölpreis gekonnt auf den Punkt bringt. Auszugsweise liest man dort:

An den Ölmärkten geht offenbar die Angst um, dass schon bald sämtliche Bohrlöcher der Welt trocken sind. Allein am 6. Juni schossen die Ölpreise um mehr als zehn Dollar in die Höhe und kletterten auf einen neuen Rekordstand von 139 Dollar pro Barrel. „Der Ölmarkt ist im Moment völlig irrational“, stellt George Friedman vom Informationsdienst Stratfor aus Dallas fest. „Die Hysterie hat gigantische Ausmaße erreicht.“

Tatsächlich lassen sich die Preissprünge mit keinem vernünftigen Argument erklären – weder mit der zunehmenden Nachfrage nach Öl noch mit einem angeblich knapperen Angebot oder der Gefahr eines Krieges im Nahen Osten. „Vor allem die Finanzmärkte treiben den Ölpreis“, sagt Barbara Meyer-Bukow vom Mineralölwirtschaftsverband in Hamburg. „Die Preise haben sich zunehmend von den Fundamentaldaten entfernt.“

Damit wächst die Gefahr, dass es schon bald zu einem Crash kommt. „Die Blase wird voraussichtlich in den kommenden drei Monaten platzen“, warnt Eugen Weinberg, Rohstoffexperte bei der Commerzbank in Frankfurt. „Ein wichtiges Signal für die anstehende Korrektur sind die zuletzt heftigen Preisschwankungen.“ Möglicherweise könnten die Ölpreise aber noch kurze Zeit steigen und Spitzenwerte von 150 bis 170 Dollar erreichen.

Dann aber wird der Fall umso tiefer sein. „Fundamental gerechtfertigt ist ein Ölpreis von höchstens 100 Dollar“, sagt Weinberg. Auf mittlere Sicht würden sich die Notierungen unter dieser Marke einpendeln. Die französische Großbank BNP Paribas prognostiziert, dass der Ölpreis langfristig auf ein „normales Niveau“ von 70 Dollar fällt. So billig wie in den 90er-Jahren wird Öl aber wohl nie wieder werden. „Preise um die 40 oder 50 Dollar werden wir voraussichtlich nicht mehr sehen“, sagt Weinberg.

Der Kurssprung vom 6. Juni wird auf eine Marktstudie von Morgan Stanley und vor allem auf das Säbelrasseln des israelischen Premiers Ehud Olmert zurückgeführt, der eine Militärintervention im Iran angedeutet hatte. Dann bestünde die Gefahr, dass die Iraner die Straße von Hormuz sperren, die weltweit wichtigste Transportader für Öl. Doch die USA werden ein solches Abenteuer nicht zulassen – zumal Präsidentschaftswahlen anstehen.

Sollten sich die Terminmärkte nicht in naher Zukunft entspannen und zudem eine Zinserhöhung der FED erfolgen, rechne ich mit einem Crash beim Ölpreis! Hier gehts zum vollständigen Artikel

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Bei GEOX wird es interessant

Über Mode kann man sich ja bekanntlich streiten, über den Chart der GEOX-Aktie momentan nicht: der zeigt nämlich klar nach unten. Doch ist der massive Abverkauf eigentlich begründet? Ich finde nicht und führe in diesem Artikel kurz und kompakt aus, warum ich diese Ansicht vertrete. GEOX kommt aus Italien und ist durch seine “atmenden” Schuhe bekannt. Und in diesem Bereich hat das Unternehmen de facto ein Monopol, und das sieht man doch aus Anlegersicht immer gerne. Die entsprechenden Patente hat man sich rechtzeitig gesichert, und werden wohl auch noch eine Zeit lang gültig sein. Noch hinzu kommt ein enormes Wachstum von durchschnittlich rund 30% über die letzten Jahre. Was noch wissenswert wäre ist der Anteil am Umsatz der einzelnen Regionen, da dürfte Europa sehr stark dominieren, bei der aktuellen wirtschaftlichen Großwetterlage ja eher ein Vorteil (wer weiß, wann sich die Amerikaner sicher sind ob sie denn nun in einer Rezession stecken oder nicht).

Zurück zur Aktie: die Eigenkapitalrendite liegt bei 34%, was sehr gut ist, das aktuelle Kurs-Gewinnverhältnis bei ca. 15. Für einen so stark wachsenden Wert ist das wirklich günstig. Einzig das KBV liegt mit immer noch knapp 8 ziemlich hoch, was eingefleischte Value-Fans etwas abschrecken dürfte. Beim Thema Value, wenn man nun die Graham Formel zu Hilfe nimmt und von einem Wachstum von sagen wir 10% ausgeht (und das ist viel zu konservativ wenn man die letzten Jahre betrachtet), kommt man auf einen inneren Wert von 12,54€. Der aktuelle Kurs liegt aber bei unter 8€. Beobachten könnte sich eventuell lohnen!

Wertpapier Kurs Veränderung Börse
GEOX2.63 €+3.14% (+0.08)
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Lang & Schwarz – was ist hier los?

Ein interessanter, marktenger Wert den ich bereits seit einiger Zeit beobachte hat heute Prügel bezogen: die Lang & Schwarz Wertpapierhandelsbank AG hatte heute leider keine guten Zahlen zu verkünden und die Aktie ging prompt 16% leichter aus dem Handel. Vielen Lesern dürfte L&S ein Begriff sein, da die Wertpapierhandelsbank als außerbörslicher Makler inzwischen recht populär ist und auch viele große Online-Broker eine entsprechende Schnittstelle zu L&S bereit halten. In der aktuellen Adhoc Mitteilung gab es unverblümt folgende Zeilen zu lesen, welche die Situation derzeit gut beschreiben:

Der Rückgang des Provisionsergebnisses von TEUR 3.040 auf TEUR 282 ist vor allem auf die zurückhaltende Ordertätigkeit institutioneller Anleger und auf die geschäftspolitische Entscheidung auf die Erhebung der Courtage im TradeCenter Aktien zu verzichten zurückzuführen. Das Handelsergebnis ging von TEUR 5.323 auf TEUR 1.526 zurück.

Das Ergebnis wurde insbesondere durch negative Beiträge aus dem Handel mit Aktien aus dem ‘Mid and Small Cap Segment’ belastet. Dieses Marktsegment ist vor dem Hintergrund der Turbulenzen an den Finanzmärkten noch nicht wieder in das Blickfeld der Anleger zurückgekehrt. Einhergehend mit dem Rückgang der Verwaltungsaufwendungen um TEUR 1.912 auf TEUR 2.249 ergab sich ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von TEUR -545 (TEUR 4.204). Das außerordentlich schwierige Börsenumfeld und die damit verbundene Unsicherheit der Finanzteilnehmer halten weiter an. Die eingeschlagene Strategie der Lang & Schwarz Wertpapierhandelsbank AG zielt auf eine Stärkung der Position im außerbörslichen Handel. Es ist ungewiss, ob dies allerdings schon kurzfristig zu nachhaltigen Ergebnisbeiträgen führen wird. Die Gesellschaft wird versuchen das Ergebnis im Jahresverlauf wieder in positives Terrain zu führen.

Es bleibt abzuwarten, ob ein besseres Börsenumfeld auch die Anteile von Lang & Schwarz mittelfristig besser da stehen lässt und ob die Strategie, auf Courtage im außerbörslichen Handel zu verzichten, aufgehen wird. Das 52-Wochen Hoch von 11,00€ ist jedenfalls in weiter Ferne!

Wertpapier Kurs Veränderung Börse
LANG & SCHWARZ N7.27 €-0.41% (-0.03)
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MAN – Hier sind die Bullen am Werk!

Derzeit lohnt ein Blick auf die MAN-Aktie. Das DAX-Papier befindet sich derzeit auf Erholungskurs und findet sich ganz abgesehen von der fundamental guten auch in einer charttechnisch interessanten Situation. Der Konzern hat im ersten Quartal seinen Umsatz steigern können (um immerhin 16%) und auch an Auftragsbeständen und positiven Analysten-Ratings mangelt es nicht. Zudem keimt immer wieder die Phantasie hoch, dass VW oder auch Scania Interesse am deutschen Nutzfahrzeughersteller zeigen könnte. Überhaupt, die Maschinenbau-Branche ist an der Börse nach wie vor stark in Mode. Auf der Chartseite sieht man aktuell ein aufsteigendes Dreieck, ein bullish zu wertendes Signal. Gelingt der Aktie ein nachhaltiger Ausbruch über die 96,-€ Marke, sollten theoretisch Kurse bis zu 115€ auf mittelfristige Sicht drin sein.

MAN Tageschart

Wertpapier Kurs Veränderung Börse
MAN83.38 €+1.65% (+1.35)
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Kommt beim Öl die Korrektur?

Der Ölpreis schien die vergangenen Wochen nur einen Trend zu kennen: den nach oben. So verteuerte sich das Fass Western Texas Intermediate Oil, das Äquivalent zum hier gehandelten Brent Crude um rund 20$ je Barrel auf knapp 120 USD (im Mai Future-Kontrakt diesen Jahres). Short-Spekulanten verbrannten sich die Finger und all diejenigen unter uns die wie ich auf das Auto angewiesen sind merkten es vor allem an der Tankstelle. Klar, Öl ist ein knapper Rohstoff und die Nachfrage aus den aufsteigenden Riesen wie China oder auch Indien explodiert förmlich. Auch bewegt sich Öl seit Jahren bereits in einer Hausse-Phase, welche abgesehen von wenigen Dämpfern einen ganz klaren Trend vorgibt. Ich habe gelernt dass jeder, der sich für den heiß spekulierten (und mitunter echt volatilen) Ölmarkt interessiert sehr klar festlegen muss ob er auf der kurz-, mittel- oder langfristigen Zeitebene agiert und sich anhand dieses Merkmals die News entsprechend heraus suchen sollte.

Kommt beim Öl die Korrektur? (434372 63611114 225x300)Ist der heftige Anstieg der letzten Monate wirklich fundamental gerechtfertigt? Fakt ist, dass der Anstieg ein Resultat des starken Euros ist. So hatte jeder Prozentpunkt, den die amerikanische gegenüber der europäischen Leitwährung verloren hat, das schwarze Gold um rund 3-4 Dollar je Fass verteuert. Rezessionsängste ermutigten die FED, die Zinsen im Dollarraum besonders rasch und großzügig zu senken. Große Fonds und Spekulanten, die aufgrund der Suche nach alternativen Anlageformen (da ja in den vergangenen Monaten massiv Kapital aus den Aktienmärkten abgezogen wurde) oder einfach aufgrund des charttechnisch stabilen Anstiegs mit auf den Zug aufgesprungen sind, verstärkten diesen Trend. Die Lagerbestände in den USA untermauern den Anstieg fundamental jedoch nicht – so sind per 30. April die Lagerbestände an Rohöl auf rund 320 Mio. Barrel angestiegen, und auch die Lager mit Destillaten sind voller. Lediglich beim Benzin wurde ein Rückgang registriert, hier dürften vor allem saisonale Abweichungen reinspielen. Erwähnenswert ist auch, dass nur ein geringer Prozentsatz der gehandelten Kontrakte tatsächlich mit physischen Lieferungen abgeschlossen werden, d.h. einfach dass viel Spekulation im Markt vorhanden ist.

Wird der Ölpreis nun fallen oder nicht? Es gibt sowohl im Long- als auch im Short-Lager viel Gebrüll und beide Seiten haben durchschlagende Argumente. Dass der Rohstoff an sich einer natürlichen Knappheit unterliegt ist außer Frage. Trotzdem ist der Anstieg nicht von gesunder Natur und eine Korrektur in den unteren 100$ Bereich meiner Meinung nach in den nächsten Wochen recht wahrscheinlich. Wenn sich der Euro dem anschließen sollte und im gleichen Zeitfenster ebenfalls an Wert verliert, werden wir an der Zapfsäule leider nicht allzu viel bemerken und weiter zu hohen Preisen Benzin kaufen müssen…

Kommt beim Öl die Korrektur? (unbenannt 2 300x208)

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