Charttechnische Betrachtung DAX® – wie geht es weiter?

Nach einer schönen Aufwärtsbewegung werden Anzeichen einer Konsolidierung ersichtlich. Nun werden aus meiner Sicht mehrere Szenarien deutlich: sollte der Index sich über der Marke von rund 5600 Punkten halten können, bleibt eine bullische Bewegung die favorisierte. Der DAX sollte dann bis an die Marke von rund 5900 Zählern -dem bisherigen Jahreshoch eben- heranlaufen können. Eine technisch gesehen “gesunde” Korrektur würde im Rahmen des ausgebildeten Dreiecks eine Seitwärtsrange aktivieren, in diesem Fall wäre eine Jahresendrallye eher unwahrscheinlich. Sollte der Index unter die Marke von ~5350 wegkippen, wäre ein größeres Verkaufssignal erzeugt und ein Bruch der 5000-Punkte Marke wäre möglich.

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Arques Industries – geht das nochmal gut?

Die zuletzt stark in die Kritik geratenen Firmen-Schnäppchenjäger und Restrukturierer konnten heute zwischen den Zeilen durchaus positives berichten. So will man im kommenden Jahr wieder auf Wachstum setzen, und als Termin für den nächsten Zukauft wurde gar das Ende 2009 forciert. Parallel dazu könne man Beteiligungen zum Verkauf stellen, allen voran Campingausrüster Fritz Berger und die Golfsport-Kette GolfHouse.

Aufgrund von Abschreibungen musste das Unternehmen bis dato im laufenden Jahr Verluste von über 125 Mio. € hinnehmen, nach über 140 Mio. € Verlust im vergangenen Jahr. Die aus dem Siemens Konzern abgespaltete Beteiligung Gigaset stecke laut der Zwischenbilanz derzeit am tiefsten in der Umstrukturierung.

Arques Industries   geht das nochmal gut? (large.chart 300x282)

Eine Wette auf die Arques Aktie ist eine Wette auf die wieder anziehende Konjunktur in Europa, welche trotz aller Phantasie entsprechende Risiken birgt. Bei der Betrachtung des (bewusst linear gewählten) Charts zeigt sich, dass noch reichlich Luft nach oben existiert. Der Kurs hat ausgehend von seinem Allzeithoch über 97%  an Wert eingebüßt.

Wertpapier Kurs Veränderung Börse
AQU.DEN/A € (N/A)N/A
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Quo vadis, Goldpreis – was passiert mit dem Gold

Die magische Marke von 1000$ je Unze des gelben Edelmetalls teilte die Goldanhänger in zwei Lager. Für die eine, breite Mehrheit stand fest: der Übergang in vierstellige Kursregionen wird nur der Anfang sein, eine selten da gewesene Rallye wird einsetzen und den Goldpreis auf neue ungesehene Allzeithochs schicken, während es mit der Weltwirtschaft rapide bergab geht respektive selbige in eine eklige Hyperinflation gezogen wird, der schäbige Dollar wird ohnehin in naher Zukunft wertlos verfallen.

Das zweite Lager dagegen runzelte die Stirn, spottete über die breite Anlegerschar welche sich derweil mit eigenem Gemüsebeet, Notstromaggregaten und allerlei Goldbaren und Krügerrand-Münzen eindeckte. Die Krise sei ja ohnehin komplett überstanden, die Wirtschaft erholt sich, neue Hochs an den dank günstigem Geld befeuerten Aktienmärkte und eine robuste Konjunktur werden Arbeitslosigkeit, Zukunftsängste und den Credit Crunch in Kürze ad acta legen. High-Yield Bonds und riskante Wertpapiere von wackeligen Banken und Versicherungen können getrost gekauft werden, Lehman, HRE und all die sonstigen Kürzel und Geschichten – was solls. Die Institute sanieren sich, indem sie die verängstigte Anlegergemeinde mit überteuerten und intransparenten Goldzertifikaten, Gold-Fonds und Gold-ETCs versorgen. Heile Welt volle Fahrt voraus.

Es stand also fest – sobald die Kurse auf eben jene psychologisch wichtige Marke prallen, wird großes passieren. 1400$ oder eben 700$, darüber und darunter ist freilich nichts ausgeschlossen. Jetzt ist es soweit und es passiert wieder einmal das, was wenige erwartet haben: der Kurs bewegt sich in einer Seitwärtsrange, Richtungsentscheid ist vertagt. Die einen reden von Gewinnmitnahmen, die anderen sehen Verschwörungstheorien – es soll keine neue Zweitwährung geboren werden, das “alte” System wehrt sich gegen die glitzernde Konkurrenz.

Welches Lager Sie auch bevorzugen, Argumente gibt es für beide Szenarien zuhauf, ein paar wenige sind auch recht plausibel. Da gibt es den schwachen Dollar, die Chinesen die keine Lust auf amerikanische Staatsanleihen mehr haben, zunehmende Risiken in den Geldhäusern, welche die Börsen der Welt nicht mehr als das größte Übel sondern wieder verstärkt als lukratives Kasino sehen. Und das reichlich vorhandene Geld, irgendwo muss es ja hin. Gestern Öl, heute Gold? Amerikanische Adressen sollen massiv Gold leer verkauft haben, um dem zügellosen Spiel Einhalt zu gebieten (oder eben um den schnellen riskanten Dollar zu machen, je nach Betrachtungsweise).

Um diesen Blog-Eintrag gelungen abschließen zu können, sollte ich meine persönliche Einschätzung abgeben – der Welt erklären, wohin die Reise geht, wie Sie viel Geld in kurzer Zeit machen können! Wenngleich viele Webseiten genau dieses versuchen möchte ich ehrlich gegenüber den Lesern meines kleinen, aus Kleinanlegersicht geschriebenen Blog sein: ich habe nicht den Hauch einer geringsten Ahnung, wie es mit dem Goldpreis weiter gehen wird. Das oft implizierte “Es geht hoch, runter oder seitwärts” lässt sich von großen Analysten geschickter in Worte und leere Phrasen verpacken, auch das möchte ich mir an dieser Stelle sparen. Sicher aber ist, dass es weiterhin spannend bleibt und stets auch die Korrelation zu den Aktien- und Rentenmärkten interessante Schlüsse zulässt.

Goldpreis 2009

Was sagen Sie zum Goldhype?

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Auftragseingänge schlecht, Arbeitsmarkt noch mieser

Die Aufträge in der US-Industrie gingen im August um rund 0,8% zurück, was für Ernüchterung an den Aktienmärkten sorgte. Für die schlechte Stimmung dürften allerdings auch maßgeblich die zuvor veröffentlichten Jobzahlen verantwortlich sein, insgesamt gingen im abgelaufenen Monat in der US-Wirtschaft über 250.000 Jobs verloren. Der Konsens sah jedoch einen Rückgang von nur 175.000 Stellen vor. Die Arbeitslosenquote in den USA ist derzeit mit der des EU-Raums vergleichbar.

Auftragseingänge schlecht, Arbeitsmarkt noch mieser (djia 300x223)

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Insider-Käufe bei CompuGroup Holding

Das lukrative Unternehmen Compugroup, welches sich auf Softwarelösungen für den europäischen Medizinbereich spezialisiert hat, zeigt in den letzten Tagen einige Insiderkäufe auf. Auch an Tagen mit einem schwachen Marktsentiment (wie heute) kann sich der Wert gut im Plus halten. Charttechnisch sieht es mit dem Ausbruch über die 7,-€ Marke auch interessant aus.

Die wie gewohnt optimistisch gestimmte, von einem breiten Publikum beachtete Börsengazette “Der Aktionär” hat auch jüngst auf den Wert aufmerksam gemacht, weitere Käufer könnten also der Kauf-Empfehlung folgen. Wer der Rallye immer noch traut und einen spekulativen Wert sucht, kann ja mal einen Blick ‘drauf werfen.

Wertpapier Kurs Veränderung Börse
COMPUGROUP MEDICA8.98 €+6.36% (+0.537)
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Wie weit laufen die Indizes noch?

Die Bärenmarktrallye ist in vollem Gang und Optimisten sehen gar einen neuen Bullenmarkt am Horizont. Doch ist die Wende wirklich schon da? Neben den euphorischen Stimmen gibt es auch einige mahnende Stimmen. Insider verkaufen, als gäbe es kein Morgen mehr und sämtliche Indikatoren deuten auf einen überkauften Zustand des Gesamtmarktes. Ein weiteres Indiz für eine -zumindest temporäre- Verschnaufspause prophezeit auch das schlechter als erwartete Verbrauchervertrauen und der soeben gemeldete Einkaufsmanagerindex aus Chicago. Auf der anderen Seite nimmt die Risikobereitschaft wieder deutlich zu, das Übernahmekarussell nimmt wieder an Fahrt auf (so gesehen in Fernost sowie der Cadburry-Deal) und auch der gestern veröffentlichte Case-Shiller Index zeigte eine Erholung am US-amerikanischen Immobilienmarkt (eine zarte Steigerung der Häuserpreise um 1.6%).

Das Fazit kurz und knapp: Freuen Sie sich auf eine volatile Seitwärtsbörse im Herbst 2009.

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Und was sagt das Sentiment dazu?

In den großen Leitindizes regnet es Blut und wichtige Unterstützungslinien wurden mittlerweile verletzt. Die einen sagen der (Aktien-)Markt sei hoffnungslos überverkauft, die anderen sagen es besteht aufgrund der schlimmen wirtschaftlichen Lage noch sehr viel Platz nach unten, es werden gar Indexstände unter 3000 Punkte im Dow Jones, ein dreistelliger Stand beim deutschen Leitindex oder der Goldpreis von 2000US$ herum gereicht. In solchen Momenten der Extreme lohnt es sich, einen Blick aufs Sentiment, also der Erwartung der Marktteilnehmer zu werfen. Im bedeutenden S&P 500 hat die schlechte Laune mittlerweile einen 20-Jahres Höchstwert generiert, derzeit gehen gute 70% von einem fallenden Markt aus. Laut der American Association on Individual Investors (AAII) war der Wert seit den Messungen im Jahr 1987 nie höher als heute.

Und was sagt das Sentiment dazu?  (unbenannt 300x180)Oft ist die Sentimentstimmung ein hilfreicher Kontraindikator – bei positivem Newsflow könnte es daher zu markanten Kurssprüngen kommen, da viele Akteure auf Seite der Leerverkäufer ihre Short-Positionen eindecken müssten.

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Schon wieder eine große Blase?

Was ist bei den US-Staatsanleihen eigentlich los? Ganz nüchtern betrachtet müssten sie eigentlich im Keller liegen. Die USA plant gigantische Konjunkturprogramme und verschuldet sich in noch nie da gewesenem Ausmaß, die Credit Default Swaps, also die Prämien gegen einen Kreditausfall steigen rasant – und dennoch flüchten die Anleger in amerikanische Staatsanleihen… teilweise mit negativen Renditen, die Rendite einer 10-Jahres Anleihe liegt bei rund 2%. Würden Sie einem Schuldner immer niedrigere Zinsen auf einen Kredit gewähren, wenn Sie wissen dass es um dessen Zukunft nicht rosig bestellt ist und er im Begriff ist, den gigantischen Schuldenberg auf dem er ohnehin schon sitzt, in Rekordtempo weiter auszuweiten? Hätten Sie keine Angst, dass diese Schulden nie beglichen werden können? Würden Sie denn eigentlich nicht lieber Sachwerte kaufen, wenn obendrein die Notenbanken der Welt die Märkte mit Geld überfluten und eine starke Geldentwertung d.h. Inflation in der Zukunft zwangsläufig erwartet werden muss? Übrigens, die Geldmengenausweitung toppt gerade die Entwicklungen vor Beginn des Zweiten Weltkrieges oder der großen Depression in den 30er Jahren des vorherigen Jahrhunderts.

Schon wieder eine große Blase? (bonds10y 300x214)Ein ähnliches Bild zeichnet sich auch bei den Schulden der Bundesrepublik ab, der Bund Future steht aktuell bei 126 Punkten. Die FT meldet, dass der Bund bei der letzten Auktion nicht das komplette Anleihevolumen platzieren konnte. Und in der deutschen FTD ist ein lesenswerter Artikel mit Hintergründen zur Entwicklung der US-Bondpreise.

Ich denke, ganz gleich welche grausame Facetten diese Wirtschaftskrise uns noch zeigen wird, dass Staatsanleihen stark fallen werden. Und welche ökonomischen Folgen das insgesamt haben könnte, wenn Staaten, die momentan noch mit starker Hand der Wirtschaft unter die Arme greifen, kein Geld mehr bekommen, darüber möchte man lieber gar nicht nachdenken.

Wertpapier Kurs Veränderung Börse
CBOE Interest Rat1.949 €+6.79% (+0.124)
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Ein echtes Trauerspiel

Und dann wurde es tatsächlich Realität: Ein Pennystock im “ehrwürdigen” Deutschen Aktienindex… Die Aktie von Infineon Technologies notierte heute einige Zeit unter der Marke von einem Euro.

Ein echtes Trauerspiel ()

Wertpapier Kurs Veränderung Börse
INFINEON TECHNOLO7.606 €+2.04% (+0.152)
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He who sells what isn’t his’n…

… must buy it back or go to prison. Die Bedeutung dieses Spruchs muss Herr Merckle aktuell am eigenen Leib erfahren, da er sich der FTD zufolge mit Short-Spekulationen auf die VW-Aktie verzockt hat. Der Spruch hat nur symbolischen Charakter, da Herr Merckle deswegen keineswegs ins Gefängnis muss, wohl aber mit einer Lösung der entstandenen Fehlspekulation bemüht ist. Einen dreistelligen Millionenbetrag soll das Geschäft angeblich gekostet haben, inzwischen ist auch von einem Verkauf des profitablen Unternehmens Ratiopharm die Rede.

Die Verwerfungen reichen weit, auch das Unternehmen HeidelbergCement ist unmittelbar betroffen, da Merckle über die VEM Vermögensverwaltung GmbH ein großes Aktienpaket hält. Die Anleihen von HeidelbergCement sind in Folge stark unter Druck gekommen, so notiert die bis 2012 laufende Anleihe XS0342136313 welche mit einem Zins von 6,375% ausgestattet ist, bei aktuell nur noch rund 56%. Im September notierte das Papier noch bei weit über 90%. Die Ratingagentur S&P stufte das Rating von HC jüngst von BB+ auf BB- herab und verwies auf die aggressive Finanzpolitik des Unternehmens.

Sollte die Anleihe zur Fälligkeit wie vereinbart zurück gezahlt werden, wären aktuell immerhin deutlich über 30% p.a. drin. Zwar ist das Risiko nicht zu verachten und kann daher nicht mit dem von Festgeld, Tagesgeldkonto und Co verglichen werden, dennoch ist die Rendite ordentlich…

He who sells what isnt hisn... (boerse stuttgart chart detail)

Wertpapier Kurs Veränderung Börse
HEIDELBERGCEMENT39.37 €+2.01% (+0.775)
VOLKSWAGEN127.90 €+2.03% (+2.55)
POR3.DEN/A € (N/A)N/A
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