Quo vadis, Goldpreis – was passiert mit dem Gold

Die magische Marke von 1000$ je Unze des gelben Edelmetalls teilte die Goldanhänger in zwei Lager. Für die eine, breite Mehrheit stand fest: der Übergang in vierstellige Kursregionen wird nur der Anfang sein, eine selten da gewesene Rallye wird einsetzen und den Goldpreis auf neue ungesehene Allzeithochs schicken, während es mit der Weltwirtschaft rapide bergab geht respektive selbige in eine eklige Hyperinflation gezogen wird, der schäbige Dollar wird ohnehin in naher Zukunft wertlos verfallen.

Das zweite Lager dagegen runzelte die Stirn, spottete über die breite Anlegerschar welche sich derweil mit eigenem Gemüsebeet, Notstromaggregaten und allerlei Goldbaren und Krügerrand-Münzen eindeckte. Die Krise sei ja ohnehin komplett überstanden, die Wirtschaft erholt sich, neue Hochs an den dank günstigem Geld befeuerten Aktienmärkte und eine robuste Konjunktur werden Arbeitslosigkeit, Zukunftsängste und den Credit Crunch in Kürze ad acta legen. High-Yield Bonds und riskante Wertpapiere von wackeligen Banken und Versicherungen können getrost gekauft werden, Lehman, HRE und all die sonstigen Kürzel und Geschichten – was solls. Die Institute sanieren sich, indem sie die verängstigte Anlegergemeinde mit überteuerten und intransparenten Goldzertifikaten, Gold-Fonds und Gold-ETCs versorgen. Heile Welt volle Fahrt voraus.

Es stand also fest – sobald die Kurse auf eben jene psychologisch wichtige Marke prallen, wird großes passieren. 1400$ oder eben 700$, darüber und darunter ist freilich nichts ausgeschlossen. Jetzt ist es soweit und es passiert wieder einmal das, was wenige erwartet haben: der Kurs bewegt sich in einer Seitwärtsrange, Richtungsentscheid ist vertagt. Die einen reden von Gewinnmitnahmen, die anderen sehen Verschwörungstheorien – es soll keine neue Zweitwährung geboren werden, das “alte” System wehrt sich gegen die glitzernde Konkurrenz.

Welches Lager Sie auch bevorzugen, Argumente gibt es für beide Szenarien zuhauf, ein paar wenige sind auch recht plausibel. Da gibt es den schwachen Dollar, die Chinesen die keine Lust auf amerikanische Staatsanleihen mehr haben, zunehmende Risiken in den Geldhäusern, welche die Börsen der Welt nicht mehr als das größte Übel sondern wieder verstärkt als lukratives Kasino sehen. Und das reichlich vorhandene Geld, irgendwo muss es ja hin. Gestern Öl, heute Gold? Amerikanische Adressen sollen massiv Gold leer verkauft haben, um dem zügellosen Spiel Einhalt zu gebieten (oder eben um den schnellen riskanten Dollar zu machen, je nach Betrachtungsweise).

Um diesen Blog-Eintrag gelungen abschließen zu können, sollte ich meine persönliche Einschätzung abgeben – der Welt erklären, wohin die Reise geht, wie Sie viel Geld in kurzer Zeit machen können! Wenngleich viele Webseiten genau dieses versuchen möchte ich ehrlich gegenüber den Lesern meines kleinen, aus Kleinanlegersicht geschriebenen Blog sein: ich habe nicht den Hauch einer geringsten Ahnung, wie es mit dem Goldpreis weiter gehen wird. Das oft implizierte “Es geht hoch, runter oder seitwärts” lässt sich von großen Analysten geschickter in Worte und leere Phrasen verpacken, auch das möchte ich mir an dieser Stelle sparen. Sicher aber ist, dass es weiterhin spannend bleibt und stets auch die Korrelation zu den Aktien- und Rentenmärkten interessante Schlüsse zulässt.

Goldpreis 2009

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Auftragseingänge schlecht, Arbeitsmarkt noch mieser

Die Aufträge in der US-Industrie gingen im August um rund 0,8% zurück, was für Ernüchterung an den Aktienmärkten sorgte. Für die schlechte Stimmung dürften allerdings auch maßgeblich die zuvor veröffentlichten Jobzahlen verantwortlich sein, insgesamt gingen im abgelaufenen Monat in der US-Wirtschaft über 250.000 Jobs verloren. Der Konsens sah jedoch einen Rückgang von nur 175.000 Stellen vor. Die Arbeitslosenquote in den USA ist derzeit mit der des EU-Raums vergleichbar.

Auftragseingänge schlecht, Arbeitsmarkt noch mieser (djia 300x223)


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Insider-Käufe bei CompuGroup Holding

Das lukrative Unternehmen Compugroup, welches sich auf Softwarelösungen für den europäischen Medizinbereich spezialisiert hat, zeigt in den letzten Tagen einige Insiderkäufe auf. Auch an Tagen mit einem schwachen Marktsentiment (wie heute) kann sich der Wert gut im Plus halten. Charttechnisch sieht es mit dem Ausbruch über die 7,-€ Marke auch interessant aus.

Die wie gewohnt optimistisch gestimmte, von einem breiten Publikum beachtete Börsengazette “Der Aktionär” hat auch jüngst auf den Wert aufmerksam gemacht, weitere Käufer könnten also der Kauf-Empfehlung folgen. Wer der Rallye immer noch traut und einen spekulativen Wert sucht, kann ja mal einen Blick ‘drauf werfen.


Wertpapiere in diesem Beitrag:

  Wertpapier Kurs Veränderung Börse
COMPUGROUP MEDICAL8,61 €-1,95% (-0,17)Xetra
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