Jahrestiefs in Sicht

Die letzten Tage waren entgegen der EM-Euphorie zumindest an der Börse nicht wirklich heiter. So testen heute gleich mehrere Indizes ihre Jahrestiefs, wie z.B. der Euro Stoxx 50 die 3360 Punkte, der Dow Jones entsprechend 11590 Punkte und auch der deutsche Leitindex ist nicht mehr allzu weit davon entfernt (ca. 5%). Es wird nun spannend, wie es weiter gehen wird. Nach wie vor passt aber auch alles gut zusammen, hoher Ölpreis, Konjunktursorgen in den USA, die Verwerfungen am Immobilienmarkt und, und, und. Sollten die Widerstände halten, kann man sich auf eine mittelfristige Markterholung freuen. Sollten die Widerstände jedoch nachhaltig durchbroche werden, wirds wohl nochmal richtig zur Sache gehen! Einige Crash-Propheten haben ja bereits den 5000er Bereich beim DAX® im Blick! Dennoch sind die Märkte technisch gesehen überverkauft und eine zumindest leichte Erholung ist wieder mal überfällig. Aber immerhin: beim Fussball läufts blendend ;-)

Übersicht der aktuellen Leitindizes


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Größter Trottel gesucht

Die Euro am Sonntag hat einen Artikel online gestellt, der den aktuellen Wahnsinn beim Ölpreis gekonnt auf den Punkt bringt. Auszugsweise liest man dort:

An den Ölmärkten geht offenbar die Angst um, dass schon bald sämtliche Bohrlöcher der Welt trocken sind. Allein am 6. Juni schossen die Ölpreise um mehr als zehn Dollar in die Höhe und kletterten auf einen neuen Rekordstand von 139 Dollar pro Barrel. „Der Ölmarkt ist im Moment völlig irrational“, stellt George Friedman vom Informationsdienst Stratfor aus Dallas fest. „Die Hysterie hat gigantische Ausmaße erreicht.“

Tatsächlich lassen sich die Preissprünge mit keinem vernünftigen Argument erklären – weder mit der zunehmenden Nachfrage nach Öl noch mit einem angeblich knapperen Angebot oder der Gefahr eines Krieges im Nahen Osten. „Vor allem die Finanzmärkte treiben den Ölpreis“, sagt Barbara Meyer-Bukow vom Mineralölwirtschaftsverband in Hamburg. „Die Preise haben sich zunehmend von den Fundamentaldaten entfernt.“

Damit wächst die Gefahr, dass es schon bald zu einem Crash kommt. „Die Blase wird voraussichtlich in den kommenden drei Monaten platzen“, warnt Eugen Weinberg, Rohstoffexperte bei der Commerzbank in Frankfurt. „Ein wichtiges Signal für die anstehende Korrektur sind die zuletzt heftigen Preisschwankungen.“ Möglicherweise könnten die Ölpreise aber noch kurze Zeit steigen und Spitzenwerte von 150 bis 170 Dollar erreichen.

Dann aber wird der Fall umso tiefer sein. „Fundamental gerechtfertigt ist ein Ölpreis von höchstens 100 Dollar“, sagt Weinberg. Auf mittlere Sicht würden sich die Notierungen unter dieser Marke einpendeln. Die französische Großbank BNP Paribas prognostiziert, dass der Ölpreis langfristig auf ein „normales Niveau“ von 70 Dollar fällt. So billig wie in den 90er-Jahren wird Öl aber wohl nie wieder werden. „Preise um die 40 oder 50 Dollar werden wir voraussichtlich nicht mehr sehen“, sagt Weinberg.

Der Kurssprung vom 6. Juni wird auf eine Marktstudie von Morgan Stanley und vor allem auf das Säbelrasseln des israelischen Premiers Ehud Olmert zurückgeführt, der eine Militärintervention im Iran angedeutet hatte. Dann bestünde die Gefahr, dass die Iraner die Straße von Hormuz sperren, die weltweit wichtigste Transportader für Öl. Doch die USA werden ein solches Abenteuer nicht zulassen – zumal Präsidentschaftswahlen anstehen.

Sollten sich die Terminmärkte nicht in naher Zukunft entspannen und zudem eine Zinserhöhung der FED erfolgen, rechne ich mit einem Crash beim Ölpreis! Hier gehts zum vollständigen Artikel


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Bei GEOX wird es interessant

Über Mode kann man sich ja bekanntlich streiten, über den Chart der GEOX-Aktie momentan nicht: der zeigt nämlich klar nach unten. Doch ist der massive Abverkauf eigentlich begründet? Ich finde nicht und führe in diesem Artikel kurz und kompakt aus, warum ich diese Ansicht vertrete. GEOX kommt aus Italien und ist durch seine “atmenden” Schuhe bekannt. Und in diesem Bereich hat das Unternehmen de facto ein Monopol, und das sieht man doch aus Anlegersicht immer gerne. Die entsprechenden Patente hat man sich rechtzeitig gesichert, und werden wohl auch noch eine Zeit lang gültig sein. Noch hinzu kommt ein enormes Wachstum von durchschnittlich rund 30% über die letzten Jahre. Was noch wissenswert wäre ist der Anteil am Umsatz der einzelnen Regionen, da dürfte Europa sehr stark dominieren, bei der aktuellen wirtschaftlichen Großwetterlage ja eher ein Vorteil (wer weiß, wann sich die Amerikaner sicher sind ob sie denn nun in einer Rezession stecken oder nicht).

Zurück zur Aktie: die Eigenkapitalrendite liegt bei 34%, was sehr gut ist, das aktuelle Kurs-Gewinnverhältnis bei ca. 15. Für einen so stark wachsenden Wert ist das wirklich günstig. Einzig das KBV liegt mit immer noch knapp 8 ziemlich hoch, was eingefleischte Value-Fans etwas abschrecken dürfte. Beim Thema Value, wenn man nun die Graham Formel zu Hilfe nimmt und von einem Wachstum von sagen wir 10% ausgeht (und das ist viel zu konservativ wenn man die letzten Jahre betrachtet), kommt man auf einen inneren Wert von 12,54€. Der aktuelle Kurs liegt aber bei unter 8€. Beobachten könnte sich eventuell lohnen!


Wertpapiere in diesem Beitrag:

  Wertpapier Kurs Veränderung Börse
GEOX3,80 €+2,04% (+0,08)Xetra
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