Gold – Comeback in Sicht

Nach den heftigen Verlusten im Vorjahr und dem langen Stabilisierungsprozess in den letzten Monaten zeigt der Trend beim Edelmetall nun nach oben. Dafür sprechen einige Indikatoren, selbst die zunächst positiv anmutenden Informationen vom Arbeitsmarkt aus den USA und die neuen Höchststände bei Dow Jones und DAX konnten keine Umkehr verursachen.

Chart-Analyse: klarer Aufwärtstrend

Der Goldpreis hatte in dieser Woche mit 1.332 US-Dollar je Feinunze ein Drei-Monats-Hoch erreicht, bevor er angesichts der vermeintlich guten Meldungen vom US-Arbeitsmarkt auf aktuell 1.319 US-Dollar nachgab. Bereits Mitte Juni war er über die wichtigen 100- und 200-Tageslinien geklettert und wurde von einem starken Momentum befeuert. Die wichtige 1.330-er Linie konnte bereits kurzfristig gerissen werden, auch wenn aktuell die boomenden Aktienmärkte dem Edelmetall eine kleine Pause verordnet haben. Allerdings zeigt der weltweit größte Gold-ETF, der SPDR Gold Shares, dass auch am Gold-Markt einiges in Bewegung geraten ist. Die Goldmenge stieg nämlich in diesem ETF in den letzten Tagen um rund 796,4 Tonnen oder 1,4 Prozent.

Aktien-Boom: Wirtschaftsdaten genauer durchleuchten

Angesichts des Höhenfluges des Dow Jones über die 17.000-er Marke lohnt sich ein Blick zwischen die Zeilen der statistischen Zahlenkolonnen. Der ADP-Report verkündete, dass in den USA im Monat Juni 211.000 neue Stellen geschaffen wurden und die Arbeitslosenquote nach wie vor bei 6,3 Prozent liegen soll. Eine andere Kennzahl ist ebenso interessant, denn die Beschäftigungsquote liegt immer noch zwischen 58 und 59 Prozent. Zum Vergleich: Im Jahr 2000 belief sich der Anteil der Beschäftigten an den Erwerbsfähigen noch auf 64 Prozent. Was zunächst widersprüchlich klingt, ist der Korrektur um die Langzeitarbeitslosen geschuldet, die eben aus der Statistik fallen. Nun bleiben die Wirtschaftsergebnisse für das II. Quartal abzuwarten, denn die zuletzt notwendig gewordenen starken Korrekturen der Prognosen stoßen auf die hochgeschraubten Erwartungen der Märkte.

Die internationalen Konfliktherde konnten nach wie vor nicht stabilisiert werden, die zunächst in der Ukraine verkündete Waffenruhe wurde vom Präsidenten Poroschenko wieder aufgehoben. Intensive Diplomatische Verhandlungen stehen an. Andererseits eskaliert die Lage im Irak, denn ISIS hat einen Kalifat ausgerufen und die Muslime in aller Welt aufgefordert, sich diesem anzuschließen. Nicht nur die Einnahme wichtiger Ölfelder destabilisiert die Situation in der gesamten Region. Zwischenzeitlich ziehen saudi-arabische, irakische und syrische Truppen auf, der Nahe Osten steht vor einer Zerreißprobe.

Für Investoren ergeben sich klare Kaufsignale, denn Gold wird angesichts der langsam anziehenden Inflation in den Industriestaaten, der unsicheren wirtschaftlichen Aussichten und der eskalierenden Konflikte stärker nachgefragt und dem Aufwärtstrend folgen.

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