Aktienmärkte hängen am billigen Geld der Notenbanken

Auch nach dem satten Plus am Freitag steht der Dax im Wochenverlauf mit einem roten Vorzeichen da – um 1,1 Prozent verlor das Börsenbarometer an Boden. Denn das billige Geld, dass die Börsen in den letzten Monaten trieb dürfte nicht für immer so billig bleiben. Deshalb stehen bei den Anlegern besonders die US-Konjunkturdaten im Fokus, denn anhand dieser wird die US-Notenbank Fed die weitere Richtung ihrer Geldpolitik festlegen.

So ist auch die paradoxe Situation zu erklären, dass gute Konjunkturdaten zu eher fallenden Kursen führen und schlechte Daten zu guten Kursen. Denn je deutlicher die Konjunkturerholung ausfällt, desto eher kann die US-Notenbank ihr Anleihenkaufprogramm zurückfahren oder gar ganz einstellen. Derzeit kauft die Fed noch jeden Monat Anleihen im Volumen von 85 Milliarden US-Dollar an den Märkten auf.

Laut den jüngsten Arbeitsmarktdaten vom Freitag ist eine geldpolitische Wende noch nicht in Sicht. Denn die 175.000 neu geschaffenen Jobs sind zu wenig um damit die von der Fed gesetzte Zielgröße für die Arbeitslosenquote zu erreichen.

Schon seit 2009 lässt sich diese enge Verbindung zwischen der geldpolitischen Entscheidungen der Notenbanken und der Entwicklung an den Börsen beobachten. Bereits zum Ende der Fed-Kaufprogramme QE1 bis QE3 kam es zu deutlichen Korrekturen an den Aktienmärkten.

In der kommenden Woche stehen die Lagerdaten des Großhandels und wichtige Einzelhandelsdaten an. Am besten für weitere Kurssteigerungen an den Aktienmärkten wären Konjunkturdaten, die robust genug ausfallen um die Erwartungen zu übertreffen, aber nicht stark genug um die quantitativen Lockerungsmaßnahmen der Notenbanken zu gefährden.

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