Dax im Bann des Zypern-Dramas

Die vergangene Handelswoche drehte sich fast vollständig um das Drama in Zypern. Und auch in der kommenden Woche dürfte das Thema noch für einige Reaktionen sorgen. Denn noch immer ist die Frage der internationalen Finanzhilfe nicht geklärt.

Wochgewinner E.ON und RWE – Wochenverlierer ThyssenKrupp und Lanxess

Der Dax verlor im Wochenverlauf 1,7 Prozent und notierte am Freitagabend wieder unter der 8.000-Punkte-Marke bei 7.911,35 Punkten. Unter den Wochengewinnern finden sich die Energiewerte E.ON (+6,08%) und RWE (+4,65%). Zu den Verlierern der Woche gehörten ThyssenKrupp (-10,21%) und Lanxess (-10,96%) mit deutlichen Verlusten von jeweils über 10 Prozent. Beim Spezialchemieanbieter Lanxess schlägt derzeit die Autokrise auf das Ergebnis durch: Wegen der schwächelnden Auto- und Reifenindustrie geht die Kautschuk-Nachfrage zurück. Der operative Gewinn dürfte sich im ersten Quartal quasi halbieren.

Zwar ist Zypern von der Wirtschaftskraft gesehen für die Eurozone eher unbedeutend. Dennoch schaffte es das Land mit der geplanten Zwangsabgabe auf Bankeinlagen für Verunsicherung an den Kapitalmärkten zu sorgen. Auch in der nächsten Woche dürfte wohl die Entscheidung in Zypern darüber entscheiden ob es eine ruhige oder eine wilde Woche wird. Doch langfristig dürfte auch ein Pleite des Inselstaates die Märkte nicht belasten, schließlich ist kein Domino-Effekt zu erwarten.

Für die kommende Woche stehen zudem US-Konjunkturdaten an: Am Dienstag werden das US-Verbrauchervertrauen sowie die Auftragseingänge für langlebige Güter und die Hausverkäufe veröffentlicht.

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