Europäische Sorgen belasten die Aktienmärkte

Der Dax verliert im Wochenverlauf 0,5 Prozent und notiert am Freitagabend bei 7.593,51 Punkten. Belastend wirkte für den deutschen Aktienindex das enttäuschende Bruttoinlandsprodukt der Euro-Zone im vierten Quartal.

Die Wochengewinner waren die Aktien der Chemieunternehmen Merck (+6,48%) und Lanxess (+5,66%). Die größten Verluste hatte die Telekom-Aktie mit einem Minus von 5,05% zu verzeichnen.

Aufgrund der auslaufenden Berichtssaison gewinnt die Politik weiter an Bedeutung. Viele Anleger schauen insbesondere besorgt auf die Parlamentswahlen in Italien. Sollte Silvo Berlusconi wieder an die Macht kommen, wird mit politischer Instabilität gerechnet. Auch die Korruptionsvorwürfe gegen Spaniens Regierungschef Mariano Rajoy wirken belastend, da es in dem angeschlagenen Land zu einem Reformstau kommen könnte.

In den USA ermittelt unterdessen die Börsenaufsicht SEC im Fall der Übernahme von Heinz Ketchup durch die Investorenlegende Warren Buffett. Offenbar gibt es Anzeichen für Insiderhandel mit Optionen. Ein Depot mit 1,8 Millionen US-Dollar wurde vorerst eingefroren.

Für die nächste Woche stehen zwei Indikatoren ein, die eine Trendwende der deutschen Wirtschaft bestätigen könnten: Am Dienstag wird der ZEW-Index des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsförderung und am Freitag der ifo-Geschäftsklimaindex bekanntgegeben.

Auf der Unternehmensseite stehen noch die Zahlen von Allianz, Danone, SwissRe und Axa an. Bei den mittelständischen Unternehmen richtet sich der Fokus auf Kabel Deutschland, Rhön Klinikum und MTU. Insbesondere die Münchner dürften ein erfolgreiches Geschäftsjahr hingelegt haben.

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