Aktien kaufen – aber wie eigentlich?

Fast jeder Mensch hat im Zusammenhang mit der Geldanlage schon etwas von Aktien oder Wertpapieren gehört. Doch was genau ist eigentlich eine Aktie und wie kann diese gekauft bzw. verkauft werden?

Unter dem Begriff „Aktie“ kann grundsätzlich die Verbriefung eines Rechts an einem Unternehmen verstanden werden. Das bedeutet, dass jeder Anleger, der eine Aktie erwirbt, gleichzeitig Anteilseigner an dem Unternehmen wird. Dem Aktionär gehört dann ein kleiner Teil des Unternehmens. Vor vielen Jahren konnten Aktionäre diese Wertpapiere noch direkt in den Händen halten. Anleger konnten sich die Aktien in Papierform liefern lassen und selbst aufbewahren. In der heutigen Zeit ist das jedoch nicht mehr möglich.

Wenn Verbraucher Aktien kaufen, werden diese in sogenannte Depots eingebucht. Ein Depot kann mit einem Girokonto verglichen werden. Die Gegenwerte der gekauften Aktien werden dem Depot gutgeschrieben. Werden Aktien wiederum wieder verkauft, werden sie aus dem Depot gebucht. Bis vor einigen Jahren konnten Aktien lediglich bei bekannten Filialbanken vor Ort gekauft werden. Dazu zählen zum Beispiel Volksbanken, Sparkassen, Postbanken oder die Deutsche Bank. Inzwischen gibt es jedoch eine ganze Reihe von Direktbanken, die es ihren Kunden ebenfalls ermöglichen, Aktien zu kaufen. Als Beispiele hierfür können comdirect, Cortal Consors, DAB Bank oder auch Flatex angeführt werden. Der Kauf über Direktbanken ist in der Regel sehr günstig und unterscheidet sich nicht vom Kauf bei einer der Filialbanken. Das Geld ist auch bei einer Direktbank über den gesetzlichen Einlagensicherungsfonds sicher.

So können online Aktien gekauft werden

Möchten Anleger online Aktien kaufen, so müssen sie bei einer der Direktbanken ein Depot eröffnen. Das Depot ist die Grundvoraussetzung für den Aktienkauf. Die Depoteröffnung kann bequem online durchgeführt werden. Nach einer Verifizierung der Kundendaten, die verhindert, dass Dritte unbefugt das Depot eröffnen, kann auf der Homepage des Brokers eine Order eingegeben werden. In der Regel haben die Broker dafür die Menüpunkte „Oder“ oder „Kaufen/Verkaufen“, die entsprechend ausgewählt werden können. Anschließend müssen Anleger verschiedene Details zu ihrer Order eingeben.

Im ersten Schritt muss dem Broker mitgeteilt werden, welche Aktie gekauft werden soll. Dies können Kunden am Besten über die Wertpapierkennnummer (WKN) tun. Auch die ISIN eignet zum Finden der gewünschten Aktie. Der Name des Wertpapiers ist weniger geeignet, da unter einem Namen mehrere Finanzprodukte vorhanden sein können.

Im nächsten Schritt müssen Händler den Handelsplatz auswählen, an welchem sie die Order ausführen lassen möchten. Neben den Börsenplätzen kommt noch der außerbörsliche Handel in Betracht. Es ist ratsam, den Handelsplatz zu wählen, der das größte Handelsvolumen und den besten Preis aufweist. Anschließend müssen Kunden die Anzahl der Aktien für die gewünschte Order eingeben. Nach Eingabe der Ordergültigkeit, die festlegt, wie lange der Auftrag ausgeführt werden kann, können Anleger noch Orderzusätze eingeben (hier geht es zu einem Artikel, der die Orderzusätze erläutert).

Der beliebteste Orderzusatz ist die Limitorder. Mit einem Limit können Anleger festlegen, welchen Preis sie maximal für eine Aktie zahlen wollen. Bei einer Verkaufsorder kann durch das Limit bestimmt werden, welcher Preis mindestens erzielt werden soll. Wird das Limit nicht erreicht, wird der Auftrag auch nicht ausgeführt.

Mit Orderzusätzen können Wertpapiere auch nach einem Kauf abgesichert werden. Kunden können zum Beispiel festlegen, dass eine Aktie automatisch verkauft werden soll, wenn sie einen gewissen Kurswert unterschreitet (Stop Limit). Die Entwicklung geht zu immer zahlreicheren Orderzusätzen. Zuletzt sind die Strategieorders hinzugekommen. Diese kombinieren bestimmte Orders (Trailing Stop und One cancels other).

Nach Eingabe aller Daten wird die Order zusammengefasst und kann anschließend ausgeführt werden. Die Ausführung muss in der Regel mit einer Transaktionsnummer bestätigt werden, die die Sicherheit erhöht. Manche Kunden handeln bei mehreren Brokern. In diesem Fall ist es ratsam, eine externe Software zu nutzen, die die Übersicht erhöht.

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