Dax: Wochengewinner Beiersdorf – Verlierer Commerzbank

Der Dax verliert aufgrund von schwächen Vorgaben aus den Vereinigten Staaten in dieser Woche 2,2 Prozent. Die dortigen Börsen standen unter dem Einfluss des Wahlergebnises der Präsidentschaftswahl. Am Freitag halfen dann positive US-Vorgaben, durch das überraschend positive Vebrauchervertrauen der Uni Michigan, die Verluste beim Dax zu begrenzen.

Der Wochengewinner im Dax war Beiersdorf. Der neue Chef Stefan Heidenreich kommt bei der Neuausrichtung des Kosmetiksegments vorran. Durch das kräftige Wachstum in den Schwellenländern kann Beiersdorf die Schwäche auf den westeuropäischen Märkten  besser ausgleichen. Bei der Vorstellung der Geschäftszahlen für die ersten neun Monate konnte der Konzern ein organisches Wachstum des Umsatzes von 4 Prozent auf 4,6 Milliarden Euro und ein Plus von fast 17 Prozent beim bereinigten Betriebsgewinn vermelden. Der stieg auf 575 Millionen Euro. Die Aktie gewinnt im Wochenverlauf 4,47%.

Auf der Verliererseite steht die Commerzbank ganz oben. Die Aktie verlor in dieser Woche 6,15% und war damit nur noch 1,33 Euro wert. Der Grund sind nicht erreichte Ziele: 4 Milliarden Euro wollte die Bank in diesem Jahr operativ verdienen – bislang sind davon erst 1,25 Milliarden erreicht. Lediglich auf die Mittelstandssparte kann sich die Bank dabei verlassen, die lieferte nämlich in den ersten neun Monaten 1,3 Milliarden Euro. Im umkämpften Privatkundengeschäft hingegen ließen sich nur magere 41 Millionen Euro verdienen.

Die Commerzbank versucht Wachstums- und Sparkurs unter einen Hut zu bringen. Bis 2016 soll eine Milliarde eingespart werden – die Kosten um 12 bis 15 Prozent gesenkt werden. Das geht nicht ohne Arbeitsplatzstreichungen. Zudem werden die Altlasten noch länger bleiben, einen Termin für die endgültige Rückzahlung der Staatshilfen gibt es nicht. Und auch den Aktionäre kann die Commerzbank nichts bezahlen: Für 2012 und 2013 ist keine Dividende vorgesehen.

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